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EUconomy - Partnerships4Prosperity

EUconomy-Abschlussevent: "Kohäsion ist kein Luxus. Sie ist notwendig."

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Wie verbessert Europa den Alltag in Grenzregionen - und wie kann Journalismus diese Wirkung sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity im Berliner Newsroom der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Weitere Informationen unter https://www.presseportal.de/nr/181564

Berlin (ots)

Wie verbessert Europa den Alltag in Grenzregionen - und wie kann Journalismus diese Wirkung sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity im Berliner Newsroom der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Vertreterinnen und Vertreter aus europäischer Politik, Wissenschaft, Interreg, Projektpraxis und Medien diskutierten, wie die konkreten Ergebnisse der EU-Kohäsionspolitik verständlich vermittelt und für regionale Zielgruppen relevant gemacht werden können.

EU-Kohäsionspolitik wird dort konkret, wo Menschen grenzüberschreitend lernen, arbeiten, öffentliche Dienstleistungen nutzen und zusammenarbeiten. Das war eine zentrale Botschaft der Abschlussveranstaltung von EUconomy - Partnerships4Prosperity, einer zwölfmonatigen Medieninitiative von dpa-Custom Content, kofinanziert durch die Europäische Union.

Die Veranstaltung fand im Berliner Newsroom der dpa - Deutsche Presse-Agentur statt und wurde live über LinkedIn gestreamt. Journalistinnen und Journalisten, Interreg-Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren, Studierende, Kommunikationsexpertinnen und -experten sowie weitere Akteure in der regionalen Kooperation diskutierten, wie die Wirkung der EU-Kohäsionspolitik für regionale Zielgruppen sichtbarer gemacht werden kann.

Claudius Schmidt-Faber, Senior Economic Expert bei der Europäischen Kommission, ordnete die Kohäsionspolitik in den Kontext der europäischen Integration und der künftigen Regionalentwicklung ein. Mit Blick auf den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU ab 2028 sprach er auch über die künftige Ausgestaltung der Kohäsionspolitik.

"Wenn wir über Kohäsionspolitik sprechen, geht es um eines der konkretesten Versprechen der EU: dass Integration allen Regionen, Gebieten und Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen soll", sagte Schmidt-Faber. Europa könne nicht resilient sein, wenn ganze Regionen zurückblieben, und nicht geeint, wenn Grenzen weiterhin Barrieren darstellten. "Kohäsion ist kein Luxus. Sie ist notwendig."

Interreg schafft Zusammenarbeit und Vertrauen

Ein zentrales Thema der Podiumsdiskussion war die Frage, warum die Wirkung der Kohäsionspolitik für Bürgerinnen und Bürger oft schwer erkennbar ist. Dr. Kai Böhme, Experte für europäische Regionalpolitik und territoriale Entwicklung sowie Gründer und Direktor von Spatial Foresight, hatte eine Erklärung: "Dinge, die funktionieren, sieht man nicht." Wenn grenzüberschreitender Verkehr, Gesundheitsversorgung oder Bildungsangebote reibungslos funktionierten, bleibe die Zusammenarbeit dahinter oft unsichtbar. Gerade das Ausbleiben von Hindernissen könne ein Ergebnis erfolgreicher Kohäsionspolitik sein, so Böhme.

Izabela Glisic, Leiterin des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg-Polen 2021-2027, betonte, dass es bei Interreg im Kern um die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regionen und Staaten geht. Ein zentraler Schwerpunkt liege dabei auf dem Aufbau von Vertrauen und auf der Schaffung von Beziehungen, die über einzelne Förderprojekte hinaus Bestand haben könnten.

Interreg unterstützt Regionen bei der Bewältigung von Herausforderungen unter anderem in den Bereichen Innovation, Mobilität, Gesundheitsversorgung, Klimaanpassung, Notfallversorgung und Bildung. "Interreg bedeutet nicht nur, Projekte zu finanzieren. Es geht darum, Gewohnheiten der Zusammenarbeit aufzubauen", sagte Schmidt-Faber. "Es schafft Vertrauen - und im Europa von heute ist Vertrauen ein strategischer Wert."

TRAIL: Kohäsionspolitik in der Hochschulbildung

Pinar Hepperle, Koordinatorin des Masterstudiengangs Sustainable Business Development an der Hochschule Offenburg, brachte die Projektperspektive ein. Das Interreg-geförderte Projekt TRAIL verbindet Hochschulen in Offenburg, Straßburg und Basel. Die Studierenden sammeln internationale und praktische Erfahrungen und werden auf eine nachhaltige, grenzüberschreitende Arbeitswelt vorbereitet.

TRAIL zeigt, wie EU-Kohäsionspolitik Studierende, Hochschulen, Unternehmen und den regionalen Arbeitsmarkt miteinander verbinden kann. Hepperle verwies außerdem auf eine zentrale Herausforderung der Projektkommunikation: Projekte müssten für unterschiedliche Zielgruppen jeweils anders erklärt werden - darunter Studierende, an einer Zusammenarbeit interessierte Unternehmen, die breite Öffentlichkeit und administrative Stakeholder. Eine erfolgreiche Kommunikation erfordere deshalb unterschiedliche Zugänge und Formate anstelle einer einzigen Botschaft, so Hepperle.

Die Diskussion machte deutlich, dass die Berichterstattung über EU-geförderte Projekte über Förderbeträge und institutionelle Sprache hinausgehen sollte. Entscheidend sind konkrete Fragen: Wer profitiert? Was hat sich verändert? Welche regionale Herausforderung wird adressiert? Und warum war grenzüberschreitende Zusammenarbeit dafür notwendig?

Über das Projekt

Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" stellt in multimedialen Content-Paketen über zwölf Monate hinweg EU-Initiativen aus Deutschland und den Nachbarländern Österreich, Polen, Tschechien, Dänemark und Frankreich vor. Die Inhalte beleuchten zentrale Themen wie Wirtschaft, Innovation, Nachhaltigkeit, berufliche Bildung und digitale Transformation und stehen Medien kostenlos zur Verfügung.

Das Projekt "EUconomy - Partnerships4Prosperity" erhält Fördermittel der Europäischen Kommission.

Pressekontakt:

euconomy-pressevent@dpa.com

Original-Content von: EUconomy - Partnerships4Prosperity, übermittelt durch news aktuell