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Köln (ots)
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ARD-DeutschlandTREND: CDU verliert in Sonntagsfrage, AfD mit Höchstwert
Wenn schon am Sonntag wieder Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 26 Prozent (-3), wäre damit schwächer als zuletzt und fällt auf den tiefsten Wert seit Oktober 2022. Die AfD erreicht mit 24 Prozent (+3) einen neuen Höchststand im ARD DeutschlandTrend. Die SPD käme weiter auf 16 Prozent, die Partei der Grünen auf 11 Prozent (-1). Die Linke würde 10 Prozent (+1) erzielen. Das BSW (-1) entfernt sich von der Mandatsschwelle und wäre wie die FDP (+1) mit 4 Prozent derzeit ohne Chance auf einen Parlamentseinzug. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.334 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.
Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDDU/CSU und SPD finden aktuell vor allem auf der Ebene der Parteispitzen statt, die auf den noch strittigen Feldern Kompromisse suchen. Dieses grundsätzliche Vorgehen findet deutlichen Rückhalt in der Bevölkerung: 82 Prozent finden es gut, wenn Politiker und Parteien Kompromisse eingehen, weil diese zur Koalitionsbildung und Demokratie gehörten. Nur 13 Prozent finden es schlecht, wenn Politiker Kompromisse eingehen und meinen, sie gäben damit ihre Prinzipien auf. Unter den Anhängern von Union, SPD und Grünen äußern jeweils mehr als 90 Prozent ein positives Urteil über politische Kompromisse. Bei den Anhänger der Partei Die Linke liegt das Verhältnis bei 83 zu 10. Am deutlichsten setzen sich in dieser Frage die AfD-Anhänger ab: 60 Prozent äußern sich positiv zu Kompromissen in der Politik, 34 Prozent äußern sich negativ.
Eine deutliche Mehrheit (79 Prozent) glaubt an das Zustandekommen des Bündnisses zwischen Union und SPD, nur 14 Prozent glauben das eher nicht. Gleichzeitig machen sich 20 Prozent sehr große und 53 Prozent große Sorgen darüber, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsame Antwort finden; 19 Prozent machen sich darüber wenig und 4 Prozent gar keine Sorgen.
Mit der Arbeit des CDU-Parteichefs und designierten Bundeskanzlers Friedrich Merz sind aktuell 25 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-5 im Vgl. zu Anfang März); 70 Prozent sind mit ihm weniger bzw. gar nicht zufrieden. Beim SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius ist das Verhältnis fast umgekehrt: 60 Prozent (-2) sind mit ihm zufrieden, 26 Prozent unzufrieden. Auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder wird aktuell besser bewertet als Merz: 35 Prozent (-2) sind mit seiner Arbeit zufrieden; 58 Prozent sind damit unzufrieden. Der Parteivorsitzende und künftige Fraktionsvorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, kommt derzeit auf einen Zufriedenheitswert von 35 Prozent (+7); 38 Prozent sind mit ihm weniger bzw. gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit seiner SPD-Co-Vorsitzenden Saskia Esken sind 13 Prozent zufrieden, 55 Prozent sind unzufrieden und weitere 32 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.334 Befragte
- Erhebungszeitraum: 31.März bis 2. April 2025
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- CDU/CSU und SPD führen zurzeit Verhandlungen zur Bildung der nächsten Bundesregierung. Womit rechnen Sie: Werden sich CDU/CSU und SPD in den Koalitionsverhandlungen am Ende auf die Bildung der nächsten Bundesregierung einigen können?
- auf jeden Fall
- eher ja
- eher nein
- auf keinen Fall
- Welcher der beiden folgenden Aussage stimmen Sie eher zu?
- Es ist schlecht, wenn Politiker und Parteien Kompromisse eingehen, denn dann geben sie ihre Prinzipien auf
- ODER
- Es ist gut, wenn Politiker und Parteien Kompromisse eingehen, denn Kompromisse gehören zur Koalitionsbildung und zur Demokratie
- Machen Sie sich sehr große Sorgen, große Sorgen, wenig Sorgen oder gar keine Sorgen, dass die Parteien in Deutschland auf drängende politische Fragen keine gemeinsamen Antworten finden
- Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?
- Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von … sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden, gar nicht zufrieden oder kennen Sie ihn nicht?
- Friedrich Merz
- Markus Söder
- Lars Klingbeil
- Boris Pistorius
- Saskia Esken
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