23. AIK: Arbeitsmarktsituation im Allgäu stabil. Doppelt so viel Fläche für Unternehmensgründungen im Gründerzentrum Allgäu Digital.
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Auf der einen Seite sichtlich stolz, auf der anderen Seite vorsichtig optimistisch: So lässt sich die 23. Allgäu Initiativ Konferenz (AIK) im Gründerzentrum Allgäu Digital in Kempten zusammenfassen. Stolz, weil sich die Gründerszene im Allgäu extrem positiv entwickelt hat. Dem Bedarf an kreativen Büros kommen die Stadt Kempten und die Sozialbau Kempten nach und verdoppeln die Fläche für innovative Ideen auf nunmehr über 1.100 Quadratmeter.
Vorsichtig optimistisch zeigt sich Horst Holas, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, in seinem Bericht über die Entwicklung des Arbeitsmarktes.
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, betont die positiven Zukunftsaspekte: „Es ist wichtig, dass wir die eigenen Stärken in der Region in den Fokus rücken. Trotzdem ist es gut, dass wir den Schwerpunkt Wirtschaft in den Mittelpunkt der Allgäu Initiativ Konferenz rücken.“ Kiechle bezieht sich auf die Kostensteigerungen in allen Branchen, die die Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Das gilt auch für die Tourismusbranche, die – noch unbelastet von weltweiten Turbulenzen – ein Motor der heimischen Wirtschaft ist.
Arbeitsmarktentwicklung stabil
Horst Holas, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, zu deren Zuständigkeitsbereich neben den Städten auch die Landkreise zählen, kommentiert gleich zu Beginn der Konferenz die Lage am Arbeitsmarkt: „Die Frühjahrsbelebung fällt schwächer aus, wenngleich der Zugang an offenen Stellen steigt. Zudem zeigen die Unternehmen verstärkt Kurzarbeit an. Im Vergleich zu anderen Regionen blicken wir noch optimistisch in die Zukunft.“ Denn im Vergleich zu Bayern steht das Allgäu gut da: In Bayern beträgt die Arbeitslosenquote 4,1 Prozent, das Allgäu weist mit 3,2 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote auf. Der Zuwachs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr lag sogar bei knapp einem Prozent. Der März gilt als Halbzeit zum Ausbildungsstart. Derzeit sind 2.261 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, demgegenüber stehen 4.868 Ausbildungsangebote. Wie viele junge Menschen tatsächlich eine Ausbildung antreten, wird sich erst im Herbst zeigen.
Allgäu Digital: starkes Netzwerk für ein starkes Allgäu
Sebastian Kehr, Leiter von Allgäu Digital – dem Digitalen Zentrum Schwaben – hebt den Stellenwert als Impulsgeber für Innovation, Gründung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in der Region hervor: „Mit über 40 Veranstaltungen und mehr als 2.400 Teilnehmenden im Jahr 2024, einem stark gewachsenen Startup-Ökosystem sowie neuen Initiativen und Ausbaustufen setzt Allgäu Digital klare Zeichen für die Zukunft.“
Allgäu Digital verbindet Gründerinnen und Gründer, Hochschulen, Unternehmen und Förderinitiativen. Mit Programmen wie dem Impact Network Allgäu und Kooperationen mit der Hochschule Kempten entstehen neue Chancen – auch im Bereich Social Entrepreneurship. Ein neues Netzwerk, das gerade erst entsteht und bislang das einzige seiner Art in Bayern Bayern außerhalb der Metropolen ist.
Wachstum braucht Raum: Neue Arbeitsplätze und Räume
Mit der Spinnerei als neuem Standort bietet Allgäu Digital ab 2025 40 zusätzliche Arbeitsplätze. Zusammen mit der Schlichterei (seit 2017) und dem Ölturm (seit 2021) stehen nun über 1.100 m² Arbeitsfläche zur Verfügung – inklusive Meetingräumen, Eventflächen und günstiger Mieten.
Einer der jetzigen Nutzer ist Marco Eichberger, Gründer von Nepsos GmbH. Ihm und seinen zwei Kollegen gelang es, neue Fahrzeugbremsen zu konstruieren, die 80 Prozent weniger Feinstaub abgeben und 60 Prozent leichter sind als herkömmliche Stahlbremsen. Dazu kosten sie nur die Hälfte und sind intelligent steuerbar. Wenn in zwei Jahren der Grenzwert für Feinstaub deutlich gesenkt wird, ist Nepsos bereit. Dies brachte dem Team in Zürich den Talentpreis ein – worauf nicht nur ganz Allgäu Digital stolz ist.
„Mit dem Blick auf die eigenen Stärken sind wir den kommenden Aufgaben gewachsen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft, weil wir zusammenhalten: Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft vereint in unserem großen Netzwerk“, resümiert Kiechle.
Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, ergänzt: „Wir haben klare strategische Ziele für die Region vereinbart. Dies und unsere Geschlossenheit werden uns auch in Zukunft Halt geben. Das Allgäu steht für Lebensqualität, Gastfreundschaft und Innovationskraft – wir sehen es als unsere Aufgabe, diese Werte gemeinsam mit unseren Partnern weiterzuentwickeln und für kommende Generationen zu sichern.“
Fotos:
Klaus Fischer (Geschäftsführer Allgäu GmbH), Martin Langenmaier (Geschäftsführer die Sozialbau GmbH), Dagmar Lazar, Daniel Gern, Dr. Robert Schießl (Stadt Kempten), Thomas Kiechle (Aufsichtsratsvorsitzender Allgäu GmbH, Oberbürgermeister der Stadt Kempten), Andreas Ellinger (Stadt Kempten), Sebastian Kehr (Leiter Allgäu Digital)
Klaus Fischer (Geschäftsführer Allgäu GmbH), Thomas Kiechle (Aufsichtsratsvorsitzender Allgäu GmbH, Oberbürgermeister der Stadt Kempten), Sebastian Kehr (Leiter Allgäu Digital)
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Simone Zehnpfennig Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation Geschäftsfeld Städte und Kultur
Allgäu GmbH - Gesellschaft für Standort und Tourismus Allgäuer Straße 1 | 87435 Kempten | Deutschland | www.allgaeu.de Tel. +49(0)831/57537-37 | Fax +49(0)831/57537-33 | zehnpfennig@allgaeu.de
Aufsichtsratsvorsitzender: Oberbürgermeister Thomas Kiechle Geschäftsführer Klaus Fischer (Sprecher) | Stefan Egenter HRB 8342 Gerichtsstand Kempten